Schwäbische Maultaschen
Produktgruppe: Teigwaren und Knödel
Herrgottsbscheisserle, Schwäbische Suppenmaultaschen
Altre denominazioni
Schwäbische Maultaschen sind Teigtaschen mit einer Füllung aus Fleischbrät bzw. Gemüsebrät. Besonderes Merkmal ist der Spinatanteil in der Füllung. Sie haben eine viereckige oder strudelförmige Form und werden zum Verzehr gebrüht oder geröstet. Das Stückgewicht variiert zwischen 40 - 150 g. Suppenmaultaschen sind kleiner und wiegen 10 - 40 g.
Descrizione
Als Bestandteil eines mehrgängigen Mittagsmenüs werden Maultaschen zuerst mit etwas Brühe verspeist.
Als zweiten Menügang verzehrt man geschmälzte Täschchen. Am nächsten Tag brät man die übrig gebliebene Teigware mit etwas Ei und gibt bunte Salate dazu.
Direkt aus der Hand – ob lauwarm oder kalt,
Maultaschen kann man inzwischen in Berlin, Wien, New York und Tokio kaufen. Sie gelten als „schwäbisches Fast Food” und werden auch jenseits des Trollinger - Limes mit Vergnügen verspeist.
Consumo
Der Schwerpunkt der Schwäbischen Maultaschen liegt im Schwabenland.
Aber auch in ganz Deutschland als schwäbische Spezialität bekannt und gegessen.
Diffusione
Um die Herkunft der Maultasche ranken sich zahlreiche Legenden und Erzählungen in Schwaben. Das Wissen über den Ursprung der Maultasche gründet sich vor allem auf mündlich tradierte Überlieferungen, welche erst in neuerer Zeit schriftlich fixiert wurden. Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahre 1831. Der königlich württembergische Prälat Johannes Christoph von Schmid beschrieb zur dieser Zeit die Maultasche als „gefüllte Nudel aus Schwaben“. Eine ähnliche Formulierung findet sich 1885 auch in dem Standardwerk der Gebrüder Grimm mit der Ergänzung „meist mit Spinat gefüllt“ im schwäbischen Wörterbuch.
Der wohl populärsten Herkunftslegende zufolge ist die Maultasche eine Erfindung der Zisterziensermönche des Klosters Maulbronn. So wird erzählt, dass die Zisterzienser im 17. Jahrhundert, während des Dreißigjährigen Krieges, zur Fastenzeit ein großes Stück Fleisch erhielten. Um den Eindruck eines fleischlosen Mahles zu erwecken, sollen sie es klein gehackt und mit Kräutern und Spinat gemischt haben. Zur besseren Tarnung sei die Mischung schließlich in einem Nudelteig versteckt worden, der in kleine Portionen geteilt wurde. Der Name Maultasche hätte sich demnach ursprünglich aus der Bezeichnung „Maulbronner Nudeltaschen“ abgeleitet. Später wurden sie auch als„Herrgottsb`scheißerle“ bezeichnet.
Ursprünglich galten die schwäbischen Maultaschen, wie auch die heute so beliebten Ravioli oder Pizzen, als „Arme Leute-Essen", denn alle Reste der vorhergehenden Tage, wie z.B. restliches Siedfleisch, hart gewordenes Brot oder altes Gemüse, konnten bei diesem Gericht noch einmal auf wunderbare Weise vereint werden – ohne, dass es der Familie auffiel. Heute gelten die Maultaschen längst als salonfähig. Gefüllt mit Wachtelfleisch, Kalbsbries oder Morcheln, stellen sie die edle Variante dar. Wie auch immer, es gibt nichts, was man nicht in diese Taschen einbauen könnte. Ganz nach dem Motto: „En de kloinschte Däschla, send oft de beschte Sächla"(Übersetzt in das Hochdeutsche, heißt das soviel wie: „In den kleinsten Taschen, sind oft die besten Sachen").
Storia
Für 4 Personen: 400 g Mehl, 4 Eier, 1/4 Tl Salz, 50 g durchwachsener Speck, 2 gewürfelte Zwiebeln, 1 gewürfelte Knoblauchzehe,
150 g tiefgekühlter Spinat, 350 g grobes Bratwurstbrät, 2 El Semmelbrösel, 2 El gehackte Petersilie, 1/2 Tl frisch geriebene Muskatnuss, 1 Tl schwarzer Pfeffer, frisch aus der Mühle, 1/2 Tl Salz, 1 Eiweiß, 2 l kräftige Fleischbrühe.
Ingredienti
Aus Mehl, Eiern und Salz einen weichen Nudelteig bereiten und zugedeckt in einer Schüssel 30 Minuten ruhen lassen. Den Speck würfeln und auslassen. Zwiebeln und Knoblauch darin glasig andünsten. Unaufgetauten Spinat zufügen und so lange dünsten, bis keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Die Masse etwas abkühlen lassen und mit Bratwurstbrät, Semmelbröseln und Petersilie mischen. Danach mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Teig in zwei Portionen auf einem dünn bemehlten Küchentuch 3 mm dick ausrollen. Auf einem Teigstück etwa 8 cm große Quadrate markieren und in der Mitte jeweils einen Esslöffel Füllung geben. Die Zwischenräume mit Eiweiß bestreichen. Das zweite Teigstück darüberlegen und die Zwischenräume festdrücken. Anschließend die Quadrate ausschneiden. Die Fleischbrühe in einem großen Topf zum Kochen bringen, die Maultaschen einlegen und circa 10 Minuten in leise siedendem Wasser garen.
Für die Schmelze Butter erhitzen und die Zwiebelbrühe darin bräunen. Maultaschen mit einem Schaumlöffel aus dem Topf heben, in gut vorgewärmte Teller geben und mit etwas Brühe begießen. Zuletzt die Zwiebelröllchen darauf verteilen, rasch servieren.
Produzione
Schwäbische Maultaschen werden in Privathaushalten, vielen Metzgereien und in mittelständischen Unternehmen der Lebensmittelindustrie hergestellt.
Produttori
Große Mengen, da ganzjährig gewerbliche und private Herstellung.
Quantità
Die Schwäbischen Maultaschen sind als EU- weit geschützte geographische Angabe (g.g.A) registriert. Maultaschen, welche die Bezeichnung Schwäbische Maultaschen tragen, dürfen nur aus dem bayerischen Regierungsbezirk Schwaben oder dem Bundesland Baden-Württemberg stammen.
Tutela legale
Literatura
- Leeb, Olli: Bayerische Leibspeisen,München 1999, Pagina 116
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