Bamberger Rauchbier 
Produktgruppe: Bier
Das Bamberger Rauchbier ist prinzipiell ein untergäriges Märzenbier. Es wird aber auch als untergäriges Lager - Rauchbier produziert. Daneben gibt es Rauchbier auch als Starkbier (Urbock) und als Weizen (dann jedoch obergärig). Der Urbock wird mit einem Stammwürzegehalt von 16,5 % angeboten.
Zur Herstellung wird Rauchmalz verwendet. Dadurch erhält es einen stark rauchigen Geschmack, der an Schinken erinnert. Die Farbe ist tief dunkel.
Description
Das Bamberger Rauchbier wird aus 0,5 Liter - Gläsern getrunken. Es passt gut zu Gerichten wie Tellerfleisch, Bamberger Zwiebeln, Bamberger Blaue Zipfel oder einer Schweinshaxn. Besonders erwähnenswert sind die Brauereigaststätten Schlenkerla (Heller - Bräu) und die Brauerei Spezial. Hier dürfen sich die Gäste außerhalb der Küchenöffnungszeiten zum Rauchbier selbst mitgebrachte Speisen schmecken lassen. Teller und Besteck bringt die Bedienung! Diesen alten Brauch der Bierkutscher schätzen Einheimische wie Touristen. Die meisten Gäste bringen sich ein Stück heißen Leberkäse und frische Kümmelwecken mit.
Consumption
Bamberger Rauchbier ist eine Spezialität, die es nur in Bamberg gibt.
Production Area
Das Verfahren, Grünmalz über offenem Buchenholzfeuer zu trocknen („darren"; vgl. auch Abschnitt „Herstellung"), ist sehr alt. Es erhält so sein typisches Aroma. Erst im 19. Jahrhundert führten große Brauereien Heißluftdarren anstelle der Rauchdarren ein. Einige Bamberger Brauer hielten und halten bis heute an der ursprünglichen Darrmethode fest. Die Fachzeitschrift „Der Bayerische Bierbrauer" mutmaßte 1937, dass in Bamberg eine grundsätzliche Vorliebe für ausgefallene Braumethoden bestehe. Diese Originalität des Bamberger Brauwesens beschrieb bereits 1818 Johann Albrecht Joseph Geifert, der vereidigte Biertaxator der Stadt Bamberg. Heute ist das Bamberger Rauchbier eine weit bekannte Spezialität, die untrennbar mit der Stadt Bamberg in Verbindung gebracht wird. Das Modell einer alten Rauchdarre steht im Deutschen Museum in München.
History
Rauchmalz, eventuell dunkles Gerstenmalz, Hopfen und Wasser
Raw material
Seinen typischen Geschmack erhält das Rauchbier vor allem durch das in ihm verarbeitete Rauchmalz. Um Rauchmalz zu gewinnen, wird das Grünmalz - also die angekeimten Getreidekörner - nicht in einer modernen Heißluftdarre getrocknet, sondern in einer Rauchdarre. Hier zieht der Rauch von Buchenholzscheiten durch das Grünmalz und verleiht ihm den charakteristischen rauchigen Geschmack. Das Buchenholz aus dem Fränkischen Jura wird zuvor circa drei Jahre lang gelagert. Der Prozentsatz des verwendeten Rauchmalzes hängt ab von der gewünschten Intensität des Rauchgeschmacks. Bei einer Verwendung von 100 % Rauchmalz entsteht ein Bier mit starkem Rauchgeschmack, der an geräucherten Schinken erinnert.
Das genaue „Rezept“ des Bamberger Rauchbiers wird von den ansässigen Brauereien gehütet und ist im Detail nicht bekannt.
Production
Bamberger Rauchbier wird von zwei Bamberger Brauereien hergestellt. In der weiteren Umgebung von Bamberg stellen noch andere kleine Brauereien Rauchbier her, welches jedoch nicht die Bezeichnung „Bamberger Rauchbier" trägt. Das außerhalb Bambergs hergestellte Rauchbier beinhaltet im Unterschied zum Original nur einen kleinen Anteil Rauchmalz.
Producers
Pro Jahr produzieren die Bamberger Brauereien etwa 20.000 Hektoliter Rauchbier.
Amounts
Die Bezeichnung „Bamberger" für Bier im Allgemeinen, sowie „Bamberger Rauchbier" im Besonderen wird von mehreren Herstellern in unterschiedlicher Art und Weise verwendet. So ist zum Beispiel die Bezeichnung „Aecht Schlenkerla Rauchbier" von der Brauerei Heller warenzeichenrechtlich geschützt.
Legal protection
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