Fränkischer Hutkrapfen
Produktgruppe: süße Backwaren
Der Fränkische Hutkrapfen ist ein rundes Küchla in Hutform, das schwimmend in Fett gebacken wird. Man unterscheidet den großen (katholischen) und den kleineren (evangelischen) Hutkrapfen.
Beschreibung
Als süßes Schmalzgebäck werden Fränkische Hutkrapfen als Nachspeise oder zum Kaffee gegessen. Besonders gut schmecken sie auch zu allen Arten von Früchtekompott.
Verzehr
Wie der Name schon sagt, stammen die Hutkrapfen aus Franken. Sie haben aber weit über die fränkischen Grenzen hinaus Liebhaber gefunden.
Verbreitung
Während im Sommer die fruchtigen, leichteren Gebäcke die Kuchengelüste bestimmen, sind es eben zu den winterlichen Festtagen bis hin zur Fastenzeit traditionell die „schweren", süßen und auch recht fetthaltigen Kuchen und Kleingebäcke.
Dies hat natürlich seine historischen Gründe: Nach der Ernte im Herbst waren die Scheunen und Vorratskammern unserer Ahnen im Winter wohl gefüllt und ließen – wenn auch in vergleichsweise engen Grenzen – zumindest an den Festtagen eine gewisse Üppigkeit zu.
Gleichzeitig versorgt Süßes und Fettes den Körper mit den nötigen „Ballaststoffen” gegen Kälte. Und nicht zuletzt war und ist für die Christen die nach Fasching beginnende Fastenzeit besser zu ertragen, wenn zuvor noch einmal richtig gefeiert und geprasst wurde.
Aus diesem Grunde werden regional typische Faschingsgebäcke wie etwa Fränkische Hutkrapfen in Schmalz gebacken.
Geschichte
Der gegangene Hefeteig muss geformt werden. Um die typische Hutform zu erhalten wurde der Teig früher übers Knie geformt. Heute nimmt man dazu meist runde Krapfenstöcke aus Holz.
Nach dem Formen lässt man die Hutkrapfen nochmal kurz ruhen und bäckt sie dann schwimmend in Fett. Der Name „Schmalzgebackenes” verrät bereits, dass früher Schmalz zum Ausbacken verwendet wurde. Leichter verdaulich und knusprig goldgelb wird das Gebäck in einer Mischung aus tierischem Schmalz und Pflanzenfett. Man kann auch ausschließlich hoch erhitzbares Pflanzenfett oder Öl verwenden. Für ein besonders feines Aroma sorgt Butterschmalz, das sich ebenfallshervorragend erhitzen lässt.
Der fertige Hutkrapfen sollte einen Rand haben und in der Mitte hauchdünn und knusprig sein.
Am besten schmecken die Fränkischen Hutkrapfen frisch gebacken. Sollten doch mal ein paar übrig bleiben, kann man sie auch einfrieren und später wieder aufbacken.
Herstellung
Da das Backen von Hutkrapfen ein gewisses Geschick erfordert, bieten heute an vielen Orten professionelle Krapfenbäckerinnen ihre Künste an.
Produzenten
Fränkische Hutkrapfen werden eigentlich das ganze Jahr über gegessen. Zweimal im Jahr sind sie aber ganz besonders gefragt und zwar an Fasching als Faschingskrapfen und an Kirchweih als Kirchweihkrapfen. In Franken gibt es außerdem die Tradition an Festtagen wie Kommunion oder Konfirmation Hutkrapfen an Bekannte und Verwandt auszutragen (verschenken).
Saison
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