Rumfordsuppe
Produktgruppe: Suppen und Eintöpfe
Die Suppe bestand ursprünglich aus Erbsen, Kartoffeln, Graupen und Weizenbrot und saurem Bier. Nahrhaft dürfte dieses Massenessen durchaus gewesen sein, über den Geschmack des Originalrezepts mag man besser schweigen, denn es sieht außer Salz keine Gewürze vor.
Beschreibung
Früher ein Arme - Leute - Essen.
Verzehr
Die berühmteste Armensuppe war die Rumfordsuppe, benannt nach Benjamin
Thompson, einem Amerikaner, der 1791 in Bayern vom Kurfürsten zum Graf Rumford geadelt wurde.
Um in seinem „Militärischen Arbeitshaus” in der Münchener Au festgenommene Bettler und Obdachlose effektiv und nahrhaft zu versorgen, kreierte der Münchener Graf Rumford Ende des 18. Jahrhunderts die berühmte Rumfordsuppe. Die Gefangenen mussten zur damaligen Zeit hart arbeiten. Sie benötigten daher ein Essen, das ihnen genügend Kräfte gab, um das hohe Arbeitsoll zu erfüllen.
Geschichte
(für 4 Personen):
150 g geschälte grüne Trockenerbsen,
1,25 l Fleisch- oder Gemüsebrühe,
1 kleine grüne Pfefferschote, 40 g Graupen,
1 kleine festkochende Kartoffel,
50 g gekochter Schinken in dünnen Scheiben,
1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 Bund Suppengrün,
1 EL Öl, 1 - 2 EL Zitronensaft, Salz, Pfeffer,
1 kleiner Bund gehackte Petersilie.
Zutaten
Die Trockenerbsen mit der Brühe einmal aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze garen. Die Pfefferschote längs halbieren. Stielansatz und Kerne entfernen. Die Schotenhälften waschen, in Streifen schneiden und mit den Graupen zu den Erbsen geben. Erneut aufkochen und zugedeckt 10 Minuten garen. Inzwischen die Kartoffeln waschen, schälen und würfeln. In die Suppe geben und 15 Minuten garen. Den Schinken in Streifen schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch abziehen und hacken. Das Suppengrün waschen, putzen und fein zerkleinern. Alle Zutaten im heißen Öl bei kleiner Hitze unter Rühren etwa 5 Minuten braten. In die Suppe geben, mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer würzen, auf vorgewärmte Suppenteller füllen und mit der gehackten Petersilie bestreut sehr heiß servieren. Dazu passt ein kräftiges Bauernbrot.
Herstellung
Literatur
- Gutberlet, Ronald: Brezel, Zipfel, Leberkäs, Brotzeit und Vesperspeisen Hamburg 2002, Seite 10
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